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Ganges und Nirvana

Das größte hinduistische Pilgerfest der Welt: Kumbh Mela

FR | 05.02.2016 | 19:00 UHR | DIENTZENHOFER-SAAL


Am Freitag, 5. Februar um 19 Uhr hält Victoria Knobloch einen Vortrag über ein außergewöhnliches religiöses Ereignis in Indien, die Kumbh Mela. Dieses hinduistische Pilgerfest, das am Zusammenfluss dreier Flüsse stattfindet, wurde von Victoria Knobloch und Jagdev Singh fotografisch dokumentiert. Ihre Bilder sind bis 20. März im Oberen Konventgang ausgestellt.

Die Kumbh Mela ist ein besonderes religiöses Fest der Hindus, das lediglich alle 12 Jahre in Allahabad stattfindet. Wo sich die drei für die Hindus heiligen Flüsse Ganges, Yamuna und Sarswati vereinen, treffen sich Millionen Gläubige, um durch rituelle Bäder und Waschungen im heiligen Wasser ihr Karma zu reinigen und dem Nirvana näherzukommen. Über mehrere Wochen hinweg entwickelte sich die riesige Fläche an den Ufern des Ganges mit mehr als 100.000 Zelten zu einer eigenen Stadt mit Märkten und improvisierten Tempeln.

Mit Neugier und vielen Fragen an diese Tradition und die Kraft der Religion machten sich die beiden Fotografen Victoria Knobloch und Jagdev Singh im Februar 2013 auf den Weg zu diesem besonders heiligen Ort in Indien. Dabei entstanden intime Aufnahmen, die die Pilger beim Vollzug ihrer Rituale zeigen, etwa während des Badens in den Fluten des Ganges, bei der Anbetung der Götter oder der Segnung durch die als heilig verehrten Männer Indiens.

Mit ihrem Vortrag, der am 5. Februar im Dientzenhofer-Saal stattfindet und um 19 Uhr beginnt, wird Victoria Knobloch nicht nur die lange Tradition der Kumbh Mela erläutern und in die Vorstellungswelt des Hinduismus einführen, sondern zugleich auch die Ausstellung "Ganges und Nirwana" eröffnen.

Victoria Knobloch (*1981) lebt und arbeitet in Leipzig. Im Mittelpunkt ihrer fotografischen Arbeit stehen Porträt- und Dokumentarfotografie. Dabei nutzt sie gezielt Schwarzweißaufnahmen, um ihren Bildern eine besondere Prägnanz zu verleihen. Die Bilder im Oberen Konventgang sind bis 20. März an Sonn- und Feiertagen zwischen 13.30 und 17 Uhr zu besichtigen. Der Vortrag wie auch der Besuch der Ausstellung sind kostenlos. Um einen Obolus zur Deckung der Unkosten wird gebeten.