Modernes Gemälde setzt einen
Akzent in der Klosterkirche

Speinshart.
(pas) In Zusammenarbeit mit dem Diözesanmuseum
Regensburg werden in einigen ausgewählten Kirchenräumen
im Bistum Regensburg in den nächsten Monaten Bildwerke
von zeitgenössischen Künstlern gezeigt. Dieses Projekt
will Menschen zu einem Dialog anregen: Zum einen um sich
innerhalb der Gemeinden über Glaube und Kunst neu
auszutauschen und zum anderen um sich selbst ganz
persönlich existenziellen Fragen zum Leben neu zu
nähern. „Da-Sein in Kunst und Kirche“ - so ist dieses
Projekt überschrieben.
In der
Speinsharter Klosterkirche ist derzeit ein monumentales
Gemälde von Astrid Schröder präsentiert. Sie ist bekannt
für Bilder einer ganz eigenen Technik: Sie setzt einen
neben den anderen Pinselstrich und lässt so aus diesen -
immer in einer Richtung fließenden Strichen - ein Bild
entstehen das sich aus tausenden von Linien aufbaut. Bei
Astrid Schröder entstehen so Tiefen im Bildraum. Die
meist großen Flächen ihrer Kunstwerke sind aber alles
andere als starr. Vielmehr zeigen sie Bewegung und
Dynamik. Horizonte tun sich im Bild auf und geben
scheinbar den Blick in unendliche Tiefen frei.
In
Speinshart zeigt Astrid Schröder ein Gemälde auf dem sie
ausschließlich mit gelben Farbtönen gearbeitet hat. Das
2 mal 2,9 Meter große Bild wirkt wie eine vergoldete
Fläche in der sich scheinbar das Licht des Tages
widerspiegelt. Das Kunstwerk schafft so eine „heilige
Atmosphäre“ und lädt den Betrachter dazu ein, in diese
andere Sphäre einzutauchen. Auf eine sehr würdevolle Art
will es seine Botschaft verkünden. In keiner Weise
aufdringlich aber dennoch selbstsicher und absolut
souverän sagt das Bild mehr aus als ein erster
flüchtiger und vielleicht auch verurteilender Blick
erkennen kann. Es bedarf dafür eine dem Kunstwerk
entsprechende Auseinandersetzung, die vom Betrachter
Aufmerksamkeit und Zeit fordert.
Das Gemälde
ist vor dem Hochaltar der Klosterkirche installiert. Es
steht so in Konkurrenz zu dem von Bartholomeo Lucchese
geschaffenen Altarbild. Diesem barocken Werk drängt sich
das moderne Gemälde regelrecht vor. Der Blick zum
Tabernakel bleibt frei. Mit den vergoldeten Flügeltüren
des Tabernakels - der übrige Tabernakelaufbau ist
verhüllt - schafft das Bild eine Einheit, eine heilige
Einheit, eine heilige Atmosphäre!
Bis Ende
November ist die Installation zu sehen. Sie sind
Eingeladen sich selbst auf das Bild einzulassen und es
auf sich wirken zu lassen. Es werden in der
Klosterkirche auch weitere Informationen zu diesem
Projekt ausliegen. Außerdem werden zwei
Diskussionsabende angeboten:
KUNST IM
BLICK
Zeitgenössische Kunst im Dialog
Mittwoch, 05.10.2011 - 19:30 Uhr
Mittwoch, 09.11.2011 - 19:30 Uhr
Jeweils um
19:30 Uhr Meditativer Impuls zum Kunstwerk in der
Klosterkirche. Anschl. Kurzreferat und offene
Diskussionsrunde zum Kunstwerk im Kapitelsaal.